Kruger Park

 

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Der Park wurde 1898 von Paul Kruger gegründet, um einen sicheren Bereich für Pflanzen und Tiere zu schaffen und sie somit gegen weitere Zerstörung bzw. Jagd zu schützen. Man kann Paul Kruger eigentlich gar nicht dankbar genug dafür sein.

Der Kruger Park gehört zu den Malaria gefährdeten Gebieten. Zur Prophylaxe haben wir Malarone verwendet, die sich als sehr gut verträglich erwiesen haben. Man sollte sich allerdings auf jeden Fall in einem tropenmedizinischen Institut oder bei einem entsprechend qualifizierten Arzt beraten lassen, da die Form der Prophylaxe auch von der Reisezeit abhängt. Zu unserer Zeit (Ende Oktober) haben wir kaum Mücken entdeckt, hatten unsere Kleidung allerdings vorher auch mit No-Bite (Mückenschutzmittel) behandelt.

Wir hatten insgesamt drei Übernachtungen vorreserviert, was auch aufgrund der großen Nachfrage mindest ein halbes Jahr im Voraus notwendig ist. Die Reservierungen sind (übrigens für alle Parks in Südafrika) bequem über das Internet (www.krugerpark.co.za) zu erledigen. Die erste Nacht verbrachten wir in Satara, dem nach Skukuza zweit größten Camp des Parks (ungefähr in der Mitte gelegen), weitere zweite Nächte dann im Olifants-Camp, dem nach einhelliger Meinung schönsten Camp im Norden des Parks, etwa zweihundert Meter oberhalb des Olifants Fluss gelegen und mit herrlichem Panoramablick auf selbigen. Empfehlenswert ist allerdings, die Reihenfolge der Übernachtungen so zu wählen, dass man erst im Norden und dann im Süden des Parks verweilt, da die Route in der Regel nach Süden weiter führt. Wir verbrachten nach der dritten Nacht ungefähr drei Stunden damit, den Park von Olifants Richtung Süden zu verlassen, was uns in der Tourplanung des Tages ziemlich durcheinander brachte. Bei der Reservierung sollte man unbedingt "Perimeter View" ankreuzen, man erhält dann, wenn noch verfügbar, eine Rundhütte am Rand des Camps mit freiem Blick in die Wildnis bzw. auf den Olifants Fluss.

Wir betraten den Park durch das Orpen Gate und schon kurze Zeit später sichteten wir die ersten Impala Antilopen direkt neben der Straße. Helle Aufregung und die ersten Fotos waren die Folge. Gleiches folgte bei den ersten Gnus. Impalas und Gnus sieht aber im Laufe der Zeit so viel, dass man sie zum Schluss eigentlich nur noch beiläufig zur Kenntnis nimmt.

Ziel der "Jagd" im zum Glück gut klimatisierten Auto (das Außenthermometer zeigte einmal 45°, Rekord während des Trips) sind allerdings die "Big Five": Löwe, Büffel, Nashorn, Leopard und Elefant. Gesehen haben wir sie alle, Elefanten in rauen Mengen, die anderen vier machten sich allerdings recht rar. Weiterhin sahen wir Giraffen, Affen, Warzenschweine, Geier, Adler, Reiher, Hyänen, Hippos und und und... Einfach ins Auto setzen und die geschotterten, gut ausgebauten Wege langsam abfahren. Spezielle Zeiten, in denen die Tiere besonders gut bzw. häufig zu sehen sind, konnten wir übrigens nicht feststellen. Lediglich am Olifants war zwischen 16 und 17 Uhr eine vermehrte Aktivität von Elefanten zu verzeichnen, allerdings auch nur an einem der beiden Tage, an denen wir dort waren.

Weiterhin werden von der Parkverwaltung geführte Touren angeboten: Fahrten im offenen Geländewagen mit sachkundiger Erläuterung durch den Fahrer zu verschiedenen Zeiten am Tag, auch früh morgens (4.45 Uhr!) und abends bei Dunkelheit, und geführte Touren zu Fuß am frühen Morgen. Wir nahmen an einem Morning Drive teil, der uns allerdings nicht viele Tiere bescherte, und an einem Morning Walk, der sehr zu empfehlen ist. Mit max. 8 Personen und zwei bewaffneten Rangern stapft man in einer Reihe hinter einander durch den Busch und sucht nach Tieren. In unserem Fall war das eine Gruppe von drei ausgewachsenen männlichen Löwen, den wir von Beginn an mit circa 200 Metern Abstand unauffällig folgten. Ein doch sehr spezielles Gefühl, in den frischen Spuren von Löwen, Elefanten und Rhinos zu wandern! Die Drives und Walks sollte man übrigens gleich bei der Buchung der Übernachtung mit buchen, dann hat man seinen Platz auf jeden Fall sicher.

 

 

 

 

 

Am vierten Tag mussten wir Abschied vom Kruger Park nehmen. Man könnte wahrscheinlich Wochen dort verbringen und würde jeden Tag noch etwas Neues entdecken. Unser nächstes Ziel waren nun die Drakensberge, dass wir aufgrund der etwas durcheinander geratenen Zeitplanung nach einem langen Ritt nach Ladysmith erreichten.

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Stand: 17.04.04