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Stellenbosch erwies sich als idealer Ausgangspunkt für die letzten Tage. In
ca. 30 Minuten ist man im Zentrum von Kapstadt, übernachtet aber in einer
ruhigen, sehr gepflegten Stadt, die aufgrund ihrer Universität auch viele
junge Menschen beheimatet. Dementsprechend findet man viele Restaurants und
Kneipen. Die Gegend um Stellenbosch, Franschhoek und Paarl ist das Zentrum
des südafrikanischen Weinanbaus. Hier werden die super leckeren Cabernet
Sauvignons, Merlots, Shiraz, Sauvignon Blancs etc. auf einer unzähligen
Anzahl von kleinen und großen Weingütern produziert. Auf jedem Weingut kann
man gegen einen kleine Obolus (8 - 10 Rand für 5 - 6 Verkostungen) die
leckeren Tropen probieren, völlig ohne Zwang oder Kaufverpflichtung. Wir
haben allerdings dann doch das ein oder andere Fläschchen mitgenommen. Eines
der größten Weingüter ist Boschendal, liegt auf dem Weg von Stellenbosch
nach Franschhoek, hier kann man Mittags Picknick Körbe erwerben und direkt
auf dem Weingut verzehren.
Kapstadt ist die einzige Stadt der Welt, die an zwei Ozeanen liegt. Und
diese Lage ist wirklich einmalig:
direkt
am Meer mit unsagbar langen, weißen Stränden und doch auch direkt neben über
1000 Meter hohen Bergen. Die Innenstadt mit dem "Castle of Good Hope" ist
auf jeden Fall eine Besichtigung wert, sensationell ist aber die Umgebung
mit dem Tafelberg, den 12 Aposteln und der Kap Halbinsel mit dem Kap der
guten Hoffnung. Für den Tafelberg sollte man mindestens einen halben Tag
einplanen und sobald er sich ohne das charakteristische Tischtuch zeigt,
sollte man ihn auch schnellstens besteigen oder wohl besser befahren. Auf
dem Plateau sind mehrere sehr schöne Wanderwege angelegt, die einzigartige
Blicke auf die Tafelbucht, False Bay und die Kap Halbinsel freigeben.
Einen ganzen Tag benötigt man für die Umrundung der Kap Halbinsel.
Beginnend auf der Ostseite
windet
sich die Straße an der Küste entlang durch herrlich gelegene kleine Ort, bis
man das "Cape of Good Hope Nature Reserve" erreicht. Der Weg führt zunächst
zum "Cape Point", dem südwestlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents.
Auf dem Parkplatz sollte man sich übrigens wirklich vor den Pavianen in Acht
nehmen, keiner weiß bis heute, wo der Pavian plötzlich herkam und wie er aus
ca. 50 Metern Entfernung das Stück Weißbrot in unseren Händen entdeckt hat.
Auf jeden Fall half nur noch der Wurf des Weißbrots ins Gebüsch, um die
Begegnung mit einem ausgewachsenen männlichen Exemplar zu vermeiden. Nach
einem ersten Aufstieg zum alten Leuchtturm sieht man schon die Spitze mit
dem Cape Point, ein weiterer Weg führt dann noch bis auf die Spitze zu einer
Aussichtsplattform. Auf dem Rückweg biegt die Straße dann nach links ab zum
"Kap der guten Hoffnung". Irgendwie weht einem dort der Wind der Geschichte
dann doch um die Ohren... Auf der Westseite, auf die sich inzwischen dann
auch die Sonne bewegt hat führt der Weg über den zur Zeit leider gesperrten
"Chapman's Peak Drive" zurück nach Kapstadt.
Gegen Ende des Tages kehrten wir immer wieder gerne in die "Viktoria &
Alfred Waterfront" ein. Hierbei handelt es sich um einen Teil des alten
Hafens von Kapstadt, der vor einigen Jahren von Grund auf saniert wurde und
heute mehrere Einkaufszentren und eine Vielzahl von Restaurants und Bars
beherbergt. Ein toller Ort, um einen schönen Tag ausklingen zu lassen.
Am letzten Tag besuchten wir noch das größte Shopping Center Afrikas, den
sog. "Canal Walk". Nach amerikanischem Vorbild sind hier über 450 Geschäfte
und Restaurants in einer riesigen Mall mit Food Court und angrenzendem
Vergnügungspark "Ratanga Junction" zusammengeballt.
Dann war die leider Zeit um und von Kapstadt ging unser Flug über
Johannesburg zurück nach Deutschland. |