Drakensberge

 

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Drakensberge
Garden Route
Kapstadt
Fotos Südafrika

 

Vom Kruger Park kommend entschieden wir uns während der Fahrt, den Ort Ladysmith für die nächsten zwei Nächte als Ausgangspunkt für die Erkundung der Drakensberge zu wählen. Mit etwas Glück und Zufall fanden wir dort eine fantastische Bed & Breakfast Unterkunft. Die Übernachtung in Bullerns Rest Lodge bei Sheila und Andy wird uns noch lange in Erinnerung bleiben: tolle Zimmer in kleinen "Gartenhäuschen" mit Blick über die Stadt, leckeres Abendessen mit Familie und anderen Gästen und eine Bar, die von Andy als Museum des englisch-burischen Krieges eingerichtet wurde. Ein gutes Frühstück versteht sich von selbst.

Am nächsten Morgen brachen wir dann in den Royal Natal National Park auf. Der Park bietet eine CascadesVielzahl von Wanderwegen, wir entschieden uns für den Weg zum "Devils Hoek", der vom zentralen Parkplatz mit Blick auf das phantastische Amphietheater beginnt und sich dann durch herrliche Wiesen mit Protea Bäumen immer weiter nach oben schlängelt, um schließlich an einem Felsenpool zu enden. Ein zweiter Weg führte uns dann vom Campingplatz ausgehend zu den "Cascades". Hier stürzt einer der zahlreichen Flüsse der Parks über zahlreiche Felsformationen kaskadenförmig in die Tiefe und bildet dabei immer wieder kleinere und größere Pools. Ein Badeversuch wurde aufgrund der Wassertemperaturen jedoch abgebrochen.

Nach der Rückkehr nach Ladysmith kündigte ein gewaltiges Gewitter nichts Gutes für den nächsten Tag an. Unser Abschied von Sheila und Andy erfolgte dann am nächsten Morgen auch bei kühlen Temperaturen und tief hängenden Wolken und unser Weg führte uns in den Natal Drakensberg Park. Vom Besucherzentrum und den darum gruppierten Chalets sollte man eigentlich einen traumhaften Blick auf "Giants Castle" und andere beeindruckende Felsformationen haben, leider hing bei uns alles im Nebel. Somit entschieden wir uns zunächst, zu einer Höhlenformation mit einer riesigen Anzahl an Felszeichnungen zu wandern, auch in der Hoffnung, dass danach das Wetter vielleicht aufgeklart ist. Nach der ausführlichen Erklärung durch einen Guide mussten wir feststellen, dass unsere Hoffnung getrogen hatte: Im inzwischen eingesetzten Regen wanderten wir zurück zum Besucherzentrum, die 10° am Thermometer markierten die Tiefsttemperatur unserer gesamten Reise.

Etwas enttäuscht durch das Wetter setzten wir den Weg nach Howick fort und bezogen dort mal Howick Fallswieder ein Rundhütte für die Nacht. Unsere Gastgeberin hier was sicherlich die skurrilste Person, die wir in Südafrika getroffen haben: eine kleine, hagere Frau von ca. 65 Jahren mit dünnem, grauen Haar und einer penetranten Stimme. Beim allerdings fantastischen Frühstück am nächsten Morgen erzählte sie uns dann, dass sie einen BMW Z3 fährt und den neuen Z4 schon ein Jahr im Voraus bestellt hat. Das für sie einzig mögliche Nummernschild (BMW Z4 EC) hatte sie schon gekauft und uns stolz präsentiert. Nach Besichtigung der Howick Falls bei wieder herrlichem Wetter besuchten wir noch einige Stationen des "Midlands Meander", einer Route, an der eine Vielzahl von Künstlern und Kunsthandwerkern Ihre Ateliers und Werkstätten haben. Inmitten herrlicher Landschaft gelegen ein guter Zeitpunkt, das ein oder andere Souvenir zu erstehen.

An Pietermaritzburg vorbei erreichten wir das Ende der ersten Hälfte unserer Tour: Durban. Die Stadt hat aus unsere Sicht aus einem gewissen Zivilisationsschock nach vielen Tagen in der Natur nicht viel zu bieten. Die Suche nach einem Quartier gestaltete sich aber hier recht schwierig, so dass wir für Durban eine Vorausbuchung empfehlen würden. Nach einer Nacht bei zwei etwas schrulligen englischen Herren als Gastgeber in einem Zimmer, bei dem man das Bad durch den Kleiderschrank erreichte (kein Witz!), brachte uns der 10.15 Uhr Flug von South African Airways nach Port Elizabeh, dem Startpunkt für die Erkundung der Garden Route.

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Stand: 17.04.04